Hebamme finden in Leipzig: Kliniken und Hilfen 2026
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von unserer Redaktion anhand der unten genannten Quellen geprüft. Die fachliche Prüfung durch eine Hebamme folgt. Er ersetzt keine Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin. Im Notfall: 112.
Kurz gesagt: In Leipzig betreuen drei große Kliniken Geburten, und die Stadt bündelt fast alle Infos auf ihrer Seite „Schwanger in Leipzig“. Deine Hebamme suchst du parallel über die GKV-Hebammenliste, die Hebammenkoordinierungsstelle Sachsen und Ammely, am besten schon im ersten Trimester. Für Anträge nach der Geburt gibt es den digitalen Leipziger Elternexpress.
Leipzig ist in den letzten Jahren stark gewachsen, und viele junge Familien suchen gleichzeitig. Gerade für Hausbesuche im Wochenbett sind viele Hebammen früh ausgebucht. Hier liest du, wie die Suche in Leipzig konkret läuft und wo dir die Stadt hilft.
Hebammensuche in Leipzig: die praktischen Wege
Online suchen
- GKV-Hebammenliste: alle freiberuflichen Hebammen mit Kassenzulassung, filterbar nach Postleitzahl und Leistung. Freie Plätze zeigt sie nicht.
- Hebammenkoordinierungsstelle Sachsen: Die HeKoSa wird vom Sächsischen Hebammenverband betrieben, der seinen Sitz in Leipzig hat. Auf der Matching-Plattform tragen Hebammen freie Kapazitäten ein, Leipzig und Orte wie Markkleeberg, Taucha oder Markranstädt sind dort auswählbar. Die Stelle berät Eltern auch persönlich.
- Ammely: die Vermittlung von Keleya in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband.
Die städtische Checkliste für werdende Eltern verweist zusätzlich auf den Hebammenkreisverband Leipzig, also den regionalen Zusammenschluss der Hebammen im Sächsischen Hebammenverband.
Anfragen, die beantwortet werden
Schreib mehrere Hebammen gleichzeitig an. Nenne deinen errechneten Termin, deinen Stadtteil und was du suchst: Wochenbett, Vorsorge, Kurs oder Begleitung bei der Geburt. Leipzig ist flächig, und eine Hebamme aus Grünau fährt nicht unbedingt nach Paunsdorf. Gib deshalb lieber zwei, drei Hebammen in deinem Viertel eine Chance als zehn quer durch die Stadt. Was du im ersten Gespräch fragen kannst, steht im Leitfaden Hebamme finden.
Die drei Geburtskliniken
Laut Bundes-Klinik-Atlas des G-BA (Datenexport vom 27.10.2026) betreuen in Leipzig drei Häuser Geburten. Die Zahlen sind gerundet und stammen aus den zuletzt veröffentlichten Jahresdaten:
| Klinik | Stadtteil | Entbindungen pro Jahr |
|---|---|---|
| St. Elisabeth-Krankenhaus | Connewitz, Biedermannstraße | rund 2.050 |
| Universitätsklinikum Leipzig | Zentrum-Südost, Liebigstraße | rund 2.050 |
| Klinikum St. Georg | Eutritzsch, Delitzscher Straße | rund 1.500 |
Das Uniklinikum meldete für 2025 insgesamt 2.079 Neugeborene. Es ist im Datensatz als Haus ausgewiesen, das die Mindestmenge zur Versorgung sehr kleiner Frühgeborener erfüllt, und damit für Risikoschwangerschaften die zentrale Anlaufstelle.
Was die Kliniken besonders macht
- Universitätsklinikum: Die Geburtsmedizin hat einen Hebammenkreißsaal, in dem gesunde Schwangere mit komplikationsloser Schwangerschaft von Hebammen geleitet gebären können. Laut Flyer des Klinikums stellst du dich dafür mindestens dreimal in der Hebammensprechstunde vor, zum ersten Mal etwa ab der 28. Schwangerschaftswoche. Bei einem der Termine klärt eine Ärztin, ob dein Verlauf eine Geburt dort zulässt. Termin und aktuelle Sprechzeiten erfragst du direkt beim Klinikum.
- Klinikum St. Georg: Im November 2025 hat St. Georg den nach eigenen Angaben ersten BE-UP-Kreißsaal in Sachsen eröffnet, einen „bewegten Kreißsaal“ mit Matten, Gebärhocker, Tüchern und Bällen statt klassischem Gebärbett.
- St. Elisabeth-Krankenhaus: eines der geburtenstärksten Häuser in Sachsen, im Leipziger Süden gelegen.
Alle drei bieten Infoabende an. Melde dich dort rechtzeitig an und frag nach Kursen, nach Stillberatung und danach, ob es Nachsorgetermine für Frauen ohne eigene Hebamme gibt. Eine eigenständige Wochenbettambulanz haben wir für Leipzig auf den Klinikseiten nicht gefunden.
Außerklinische Geburt
Die Stadt nennt neben den Kliniken ausdrücklich „alternative Möglichkeiten“ der Entbindung. Dazu zählen grundsätzlich Geburtshäuser, Hebammenpraxen mit Geburtsräumen und Hausgeburten. Welche Hebammen in Leipzig derzeit außerklinische Geburten begleiten, findest du in der GKV-Hebammenliste über die Leistungen „Hausgeburt“ und „Geburtshaus“ oder über die HeKoSa. Plätze dafür sind in der Regel knapp, melde dich bei Interesse früh.
Was die Stadt Leipzig für Schwangere bietet
Leipzig hat sein Angebot ungewöhnlich gut gebündelt. Auf der Seite „Schwanger in Leipzig“ findest du alle Wege, dazu eine Checkliste, die es auch in der Leipzig-App gibt.
- Familieninfobüro im Stadthaus (Burgplatz 1): erste Anlaufstelle für alle Fragen zu Familienleistungen. Dort gibt es auch das Baby-Startpaket der Stadt.
- Infoabend „Schwangerschaft und Geburt“: Die Stadt lädt regelmäßig werdende Eltern ins Neue Rathaus ein.
- Leipziger Elternexpress: Die wichtigsten Anträge rund um die Geburt kannst du digital stellen, ohne Behördengang.
- Familienhebammen: beim Gesundheitsamt, Thomasiusstraße 1. Sie begleiten Familien in belasteten Situationen zusätzlich zur normalen Hebammenhilfe.
- PAAT: das Präventiv Aufsuchend Arbeitende Team des Amts für Jugend und Familie, das Familien zu Hause unterstützt, auch bei Anträgen.
- Schwangerschaftsberatung: beim Gesundheitsamt und bei freien Trägern wie DRK, AWO, Diakonie, pro familia, donum vitae und Caritas.
- wellcome: praktische, ehrenamtliche Hilfe im Alltag nach der Geburt.
Welche Anträge du wann stellen musst, haben wir in unserer Checkliste Nach der Geburt: Behördengänge und Anträge zusammengefasst.
Was die Kasse in Leipzig wie überall zahlt
Egal ob du in Plagwitz, Gohlis oder Grünau wohnst: Die Leistungen der Hebamme sind bundesweit im Hebammenhilfevertrag geregelt, und gesetzlich Versicherte zahlen für Vertragsleistungen nichts zu. Für das Gespräch mit deiner Hebamme hilft dieser Überblick:
- Frühes Wochenbett (Tag der Geburt bis 10. Lebenstag): bis zu 20 Kontakte, auch zwei an einem Tag.
- Spätes Wochenbett (11. Lebenstag bis Ende der 12. Lebenswoche): bis zu 16 weitere Kontakttage.
- Danach bei Still- oder Ernährungsproblemen bis zu 8 Kontakttage.
- Kurse: bis zu 14 Stunden Geburtsvorbereitung und bis zu 10 Stunden Rückbildung in der Gruppe.
Privat zahlst du zum Beispiel eine Rufbereitschaftspauschale oder die Partnergebühr im Kurs. Solche Leistungen muss die Hebamme vorher schriftlich mit dir vereinbaren. Viele Kassen erstatten die Rufbereitschaft teilweise, frag bei deiner nach.
Wenn du keine Hebamme findest
- Frag in deiner Geburtsklinik nach, ob Klinikhebammen auch freiberuflich Nachsorge anbieten.
- Lass dich von der Hebammenkoordinierungsstelle Sachsen beraten.
- Erweitere den Suchradius ins Umland, etwa nach Markkleeberg, Taucha, Schkeuditz oder Borna.
- Such dir schon vor der Geburt eine Kinderarztpraxis.
- Sprich mit dem Familieninfobüro oder dem PAAT, wenn du dich überfordert fühlst.
Mehr dazu: Keine Hebamme gefunden und Wochenbettambulanz.
Umland, Halle und Studium
Wer im Leipziger Land oder im Muldental wohnt, hat Geburtskliniken in Borna, Wurzen, Eilenburg und Torgau. Halle liegt zwar in Sachsen-Anhalt, viele Familien aus dem Leipziger Westen haben die Stadt aber im Blick. Die GKV-Liste sucht nach Umkreis und kennt keine Landesgrenzen.
Die Universität Leipzig bildet Hebammen im Bachelorstudiengang aus. Im Kreißsaal und in Kursen kann dir deshalb auch eine Studentin begegnen, die von erfahrenen Hebammen angeleitet wird.
Ziehst du um? Unsere Seiten zu Dresden und Chemnitz helfen weiter.
Dein Leipziger Zeitplan
- Bis zur 12. SSW: Hebamme für Wochenbett anfragen, bei Wunsch nach außerklinischer Geburt sofort melden.
- Bis zur 20. SSW: Zusage, Kennenlerngespräch, Kurs buchen.
- 20. bis 30. SSW: Infoabend der Wunschklinik und den städtischen Infoabend besuchen, Kinderarztpraxis suchen.
- Ab 34. SSW: Anmeldung in der Klinik, Elternexpress und Unterlagen vorbereiten.
Warum so früh? Das erklären wir in Ab wann eine Hebamme suchen?.
Gut zu wissen
Wir haben alle Angaben für Stand November 2026 geprüft. Kliniken, Sprechstunden und städtische Angebote ändern sich, frag deshalb vor einem Termin kurz nach. Dieser Artikel ersetzt keine persönliche Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin.
Auf hebi siehst du, welche Hebammen in Leipzig und Umgebung im Monat deines Termins noch Zeit haben, und kannst mehrere mit einer Anfrage erreichen: Hebamme in deiner Nähe finden.
Häufige Fragen
Welche Geburtskliniken gibt es in Leipzig?
In Leipzig betreuen drei Kliniken Geburten: das Universitätsklinikum Leipzig in der Liebigstraße, das St. Elisabeth-Krankenhaus in Connewitz und das Klinikum St. Georg in Eutritzsch. Jede hat jährlich deutlich über 1.000 Entbindungen.
Wo bekomme ich in Leipzig Hilfe bei der Hebammensuche?
Neben der GKV-Hebammenliste und Ammely hilft die Hebammenkoordinierungsstelle Sachsen, deren Träger, der Sächsische Hebammenverband, in Leipzig sitzt. Die Stadt verweist außerdem auf den Hebammenkreisverband Leipzig. Bei Fragen zu allen Familienleistungen ist das Familieninfobüro im Stadthaus die erste Adresse.
Was ist der Leipziger Elternexpress?
Ein digitaler Bürgerservice der Stadt Leipzig, über den du die wichtigsten Anträge rund um die Geburt ohne Behördengang stellen kannst. Er ist auf der Seite „Schwanger in Leipzig“ verlinkt.
Gibt es in Leipzig Familienhebammen?
Ja. Die Familienhebammen der Stadt sind beim Gesundheitsamt in der Thomasiusstraße angesiedelt. Sie begleiten Familien in belasteten Lebenslagen zusätzlich zur normalen Hebammenhilfe und sind kostenfrei.
Quellen
- Stadt Leipzig: Schwanger in Leipzig (Anlaufstellen, Elternexpress, Familienhebammen)
- Stadt Leipzig: Checkliste für werdende Eltern in Leipzig (PDF)
- Bundes-Klinik-Atlas (G-BA): Open-Data-Export vom 27.10.2026, Entbindungen je Standort
- Klinikum St. Georg Leipzig: Erster BE-UP-Kreißsaal in Sachsen eröffnet (12.11.2025)
- Universitätsklinikum Leipzig: Flyer Hebammenkreißsaal der Geburtsmedizin
- Hebammenkoordinierungsstelle Sachsen (HeKoSa): Hebamme finden
- GKV-Spitzenverband: Hebammenliste
- Leipziger Internet Zeitung: 2079 Kinder 2025 am Uniklinikum Leipzig geboren (01/2026)