Hebamme finden

Hebamme finden in Berlin: Vermittlung, Kliniken, Bezirke

Aktualisiert am 5. November 20266 Min. LesezeitFachliche Prüfung durch eine Hebamme steht noch aus

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von unserer Redaktion anhand der unten genannten Quellen geprüft. Die fachliche Prüfung durch eine Hebamme folgt. Er ersetzt keine Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin. Im Notfall: 112.

Kurz gesagt: In Berlin suchst du deine Hebamme am besten über die Berliner Hebammenvermittlung, Ammely und die GKV-Hebammenliste, gezielt in deinem Bezirk und ab dem positiven Test. Auf den Geburtsstationen aller 18 Berliner Geburtskliniken arbeiten Babylotsinnen, die du schon in der Schwangerschaft ansprechen kannst. Für außerklinische Geburten gibt es mehrere Geburtshäuser und Hebammenpraxen.

Berlin hat mehr Geburtskliniken als jede andere deutsche Stadt und trotzdem viele Schwangere, die monatelang nach einer Wochenbetthebamme suchen. Das liegt weniger an fehlenden Angeboten als an der Größe: Eine Hebamme aus Spandau fährt selten nach Hellersdorf. Die wichtigste Regel für Berlin lautet deshalb: lokal denken, früh anfangen, breit anfragen.

Die Berliner Suchwege

Was der Berliner Hebammenverband empfiehlt

Der Berliner Hebammenverband vermittelt selbst nicht, nennt aber diese Wege:

  • Berliner Hebammenvermittlung: eine eigene Plattform für Berlin, über die du Hebammen für Geburt, Wochenbett oder Stillberatung suchen kannst.
  • Ammely: die bundesweite Vermittlung von Keleya in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband.
  • Eigene Websites von Hebammen und lokale Elternmagazine.
  • Babylotsinnen in deiner gewählten Geburtsklinik.

Dazu kommt die GKV-Hebammenliste mit allen freiberuflichen Vertragshebammen, die du nach Postleitzahl und Leistung filtern kannst. Sie zeigt allerdings keine freien Kapazitäten.

Bezirk statt Stadt

Such nach Postleitzahl, nicht nach „Berlin“. Wochenbettbesuche sind Hausbesuche, und Berliner Hebammen planen ihre Touren meist innerhalb weniger Kieze. Gute Anfragen enthalten deinen errechneten Termin, deinen Kiez oder deine Postleitzahl, ob du die Hebamme für Wochenbett, Vorsorge, Kurs oder Geburt suchst und ob du Deutsch, Englisch oder eine andere Sprache bevorzugst. Schreib mehrere Hebammen gleichzeitig an. Wie du das Kennenlerngespräch führst, steht im Leitfaden Hebamme finden.

Babylotsinnen: ein Berliner Angebot

Berlin hat ein Landesprogramm, das es so nicht überall gibt: Auf allen Geburtsstationen der Berliner Krankenhäuser arbeiten laut Senatsverwaltung Babylotsinnen. Sie beraten persönlich, vertraulich und kostenlos zu Schwangerschaft und Geburt, zu Gesundheit und finanziellen Hilfen und vermitteln dich in passende Angebote der Frühen Hilfen, etwa zu Familienhebammen, Familienzentren oder Beratungsstellen. Du kannst schon in der Schwangerschaft Kontakt zur Babylotsin deiner Wunschklinik aufnehmen. Die Kontaktdaten stehen auf den Seiten der Kliniken und beim Senat.

Die Bezirke haben außerdem Fahrpläne „Was ist wichtig in der Zeit rund um die Geburt?“ erstellt, die der Senat auf derselben Seite verlinkt.

Geburtskliniken nach Bezirk

Die Senatsverwaltung listet 18 Kliniken mit Babylotsinnen auf den Geburtsstationen. Die Zahl der Entbindungen stammt aus dem Bundes-Klinik-Atlas des G-BA (Datenexport vom 27.10.2026, gerundet, zuletzt veröffentlichte Jahresdaten):

Bezirk Klinik Entbindungen pro Jahr
Mitte Charité Campus Mitte rund 1.850
Mitte (Wedding) Charité Campus Virchow-Klinikum rund 3.050
Friedrichshain-Kreuzberg Vivantes Klinikum im Friedrichshain rund 3.300
Friedrichshain-Kreuzberg Vivantes Klinikum Am Urban rund 1.300
Pankow Caritas-Klinik Maria Heimsuchung rund 1.450
Pankow (Buch) Helios Klinikum Berlin-Buch rund 2.650
Lichtenberg Sana Klinikum Lichtenberg rund 2.300
Marzahn-Hellersdorf Vivantes Klinikum Kaulsdorf rund 700
Treptow-Köpenick DRK Kliniken Berlin Köpenick rund 800
Neukölln Vivantes Klinikum Neukölln rund 2.800
Tempelhof-Schöneberg St. Joseph Krankenhaus Tempelhof rund 4.100
Tempelhof-Schöneberg Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum rund 1.650
Steglitz-Zehlendorf Krankenhaus Waldfriede rund 800
Charlottenburg-Wilmersdorf DRK Kliniken Berlin Westend rund 2.750
Charlottenburg-Wilmersdorf Martin-Luther-Krankenhaus rund 1.300
Spandau Evangelisches Waldkrankenhaus Spandau rund 2.200
Spandau (Kladow) Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe rund 1.150
Reinickendorf Vivantes Humboldt-Klinikum rund 700

Im Bundes-Klinik-Atlas taucht zusätzlich das Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus in Wilmersdorf mit rund 440 Entbindungen auf. Es steht aber nicht in der Babylotsen-Liste des Senats, und auf der eigenen Website nennt das Haus (Stand November 2026) keine Geburtshilfe unter seinen Fachabteilungen. Plane dort keine Geburt ein, ohne vorher direkt nachzufragen.

Sieben Häuser erfüllen laut Datensatz die Mindestmenge zur Versorgung sehr kleiner Frühgeborener: beide Charité-Standorte, das Vivantes Klinikum im Friedrichshain, das Vivantes Klinikum Neukölln, das St. Joseph Krankenhaus, Helios Berlin-Buch und das Evangelische Waldkrankenhaus Spandau. Bei bekannter Risikoschwangerschaft lohnt sich frühzeitig ein Gespräch, welches dieser Häuser für dich infrage kommt.

Die DRK Kliniken Berlin Köpenick haben am 19. März 2026 eine neue Station für Geburtshilfe und Frauengesundheit eröffnet, auf der Kreißsaal und Wochenstation räumlich verbunden sind.

Geburtshäuser und Hebammenpraxen

Laut Berliner Hebammenverband gibt es in Berlin mehrere Geburtshäuser und zunehmend Hebammenpraxen mit ähnlichen Räumen. Alle liegen meist in der Nähe einer Klinik, mit der sie kooperieren. Der Verband führt eine Übersicht auf seiner Seite zur Geburt. Wer außerklinisch gebären möchte, sollte sich so früh wie möglich bei einem Geburtshaus oder einer Hausgeburtshebamme anmelden. Was das bedeutet, liest du in unserem Artikel zum Geburtshaus.

Rufbereitschaft, Beleggeburt und Privatversicherte

In Berlin wünschen sich viele Frauen eine Hebamme, die sie auch zur Geburt begleitet, als Beleghebamme in der Klinik, im Geburtshaus oder zu Hause. Diese Hebammen sind für dich rund um den Termin in Rufbereitschaft. Die Rufbereitschaft ist keine Leistung des Hebammenhilfevertrags. Die Hebamme berechnet sie privat, viele Kassen erstatten einen Teil als Satzungsleistung.

Für Privatversicherte gibt es in Berlin eine eigene Regel: Die Berliner Entbindungshilfegebührenordnung erlaubt Hebammen, die außerklinische Geburten anbieten, für eine Dauerrufbereitschaft ab drei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem Termin 150 bis 400 Euro zu berechnen. Mehr dazu in unserem Artikel Hebamme als Privatversicherte.

Wenn du eine Begleit-Beleggeburt möchtest, muss der Behandlungsvertrag mit der Hebamme nach dem Hebammenhilfevertrag vor der 38. Schwangerschaftswoche geschlossen sein. Plane also nicht zu knapp.

Brandenburger Umland

Wer am Stadtrand oder in Brandenburg wohnt, sollte die Lage im Speckgürtel im Blick haben. Auch im Umland schließen Geburtsstationen: Das Immanuel Klinikum Bernau etwa hat seine Gynäkologie und Geburtshilfe zum 1. Oktober 2026 geschlossen und verweist Schwangere auf umliegende Kliniken, darunter das Helios Klinikum Berlin-Buch. Kläre bei Wohnort außerhalb Berlins früh, welche Klinik du in welcher Zeit erreichst, und such deine Hebamme dort, wo du nach der Geburt wohnst.

Wenn es mit der Suche nicht klappt

  • Sprich die Babylotsin deiner Wunschklinik an, sie kennt die Angebote im Bezirk.
  • Nutze parallel Berliner Hebammenvermittlung, Ammely und GKV-Liste.
  • Frag Hebammen aus angrenzenden Bezirken, nicht nur aus deinem Kiez.
  • Frag im Familienzentrum oder beim Kinder- und Jugendgesundheitsdienst deines Bezirks nach offenen Sprechstunden.
  • Such schon vor der Geburt eine Kinderarztpraxis.
  • Wenn deine Lage belastet ist: Familienhebammen laufen in Berlin über die Bezirke und die Frühen Hilfen.

Ausführlich: Keine Hebamme gefunden und Wochenbettambulanz.

Dein Berliner Zeitplan

  • Positiver Test bis 12. SSW: Wochenbetthebamme anfragen. Für Geburtshaus, Hausgeburt oder Beleggeburt sofort melden.
  • 12. bis 20. SSW: Zusage, Kennenlernen, Kurs buchen.
  • 20. bis 30. SSW: Infoabende in zwei, drei Kliniken, Babylotsin kennenlernen, Kinderarztpraxis suchen.
  • Ab 34. SSW: Anmeldung in der Klinik, Fahrplan deines Bezirks ausdrucken.

Warum der frühe Start in Berlin so entscheidend ist: Ab wann eine Hebamme suchen?

Gut zu wissen

Wir haben alle Angaben für Stand November 2026 geprüft. Kliniken, Stationen und Programme ändern sich, frag vor einem Termin kurz nach. Dieser Artikel ersetzt keine persönliche Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin.

Auf hebi siehst du, welche Hebammen in deinem Berliner Bezirk im Monat deines Termins noch Zeit haben, und kannst mehrere mit einer Anfrage erreichen: Hebamme in deiner Nähe finden.

Häufige Fragen

Wie finde ich in Berlin am schnellsten eine Hebamme?

Der Berliner Hebammenverband empfiehlt die Berliner Hebammenvermittlung und Ammely, dazu kommen die GKV-Hebammenliste und eigene Websites von Hebammen. Frag außerdem die Babylotsin in deiner Wunschklinik. Schreib mehrere Hebammen in deinem Bezirk gleichzeitig an, und zwar möglichst früh in der Schwangerschaft.

Wie viele Geburtskliniken gibt es in Berlin?

Die Senatsverwaltung listet 18 Geburtskliniken mit Babylotsinnen, verteilt über alle zwölf Bezirke. Die größten betreuen laut Bundes-Klinik-Atlas jeweils mehr als 3.000 Geburten im Jahr.

Was machen Babylotsinnen in Berliner Kliniken?

Babylotsinnen gibt es laut Senat auf allen Geburtsstationen der Berliner Krankenhäuser. Sie beraten persönlich, vertraulich und kostenlos zu Schwangerschaft, Geburt, Gesundheit und finanziellen Hilfen und vermitteln passende Angebote. Du kannst schon in der Schwangerschaft Kontakt aufnehmen.

Gibt es in Berlin Geburtshäuser?

Ja. Der Berliner Hebammenverband führt eine Übersicht der Geburtshäuser und Hebammenpraxen, in denen außerklinisch geboren werden kann. Weil die Plätze begrenzt sind, solltest du dich dort so früh wie möglich anmelden.

Quellen

  1. Berliner Hebammenverband: Hebammensuche
  2. Berliner Hebammenvermittlung
  3. Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege: Babylotsinnen in den Krankenhäusern
  4. Bundes-Klinik-Atlas (G-BA): Open-Data-Export vom 27.10.2026, Entbindungen je Standort
  5. Berliner Hebammenverband: Geburt (Klinik, Geburtshaus, Hausgeburt)
  6. GKV-Spitzenverband: Hebammenliste
  7. Ammely: Hebammenvermittlung von Keleya in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband
  8. DRK Kliniken Berlin: Einladung zur Eröffnung der neuen Station für Geburtshilfe und Frauengesundheit in Köpenick (19.03.2026)
  9. Alexianer St. Gertrauden-Krankenhaus: Fachabteilungen
  10. Immanuel Klinikum Bernau: Gynäkologie und Geburtshilfe zum 1. Oktober 2026 geschlossen