Hebamme finden

Hebamme finden in Essen: Hebammenzentrale, Kliniken, Hilfen

Aktualisiert am 6. November 20266 Min. LesezeitFachliche Prüfung durch eine Hebamme steht noch ausSo arbeitet unsere Redaktion

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von unserer Redaktion anhand der unten genannten Quellen geprüft. Die fachliche Prüfung durch eine Hebamme folgt. Er ersetzt keine Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin. Im Notfall: 112. So arbeitet unsere Redaktion

Kurz gesagt: In Essen hilft dir die ASB-Hebammenzentrale kostenfrei bei der Suche nach einer Hebamme, daneben kannst du die GKV-Hebammenliste und Ammely nutzen. Geburten betreuen in der Stadt das Elisabeth-Krankenhaus und das Universitätsklinikum. Nach der Geburt bietet dir die Stadt einen Babybesuch an, dazu kommen Frühe Hilfen wie „Sicherer Start“ und Familienlotsen in beiden Geburtskliniken.

Essen ist groß, und Hebammen arbeiten meist nur in einigen Stadtteilen. Viele Schwangere schreiben deshalb lange Listen ab und bekommen trotzdem Absagen. Hier steht, welche Wege es in Essen gibt, welche Einrichtungen dich unterstützen und was du tun kannst, wenn es eng wird.

So läuft die Hebammensuche in Essen

Die ASB-Hebammenzentrale

Die Kommunale Gesundheitskonferenz der Stadt hat 2019 „Schwangerschaft und Geburt“ zum Schwerpunkt gemacht. Eines der Ergebnisse: Seit Frühjahr 2021 vermittelt der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr in Essen Hebammen an werdende Eltern. Die Stadt verweist auf ihrer Gesundheitsseite direkt auf dieses Angebot.

So funktioniert es laut ASB:

  • Du schickst über das Kontaktformular eine Anfrage. Die Vermittlung ist für dich kostenfrei.
  • Die Zentrale bestätigt deine Anfrage per E-Mail und meldet sich, um die Vermittlung mit dir zu besprechen.
  • Sie gibt keine Hebammenlisten heraus, sondern sucht gezielt eine passende Hebamme für dich. Wenn es klappt, bekommst du eine schriftliche Bestätigung mit den Kontaktdaten deiner Hebamme.
  • Der ASB bittet darum, die Antwort abzuwarten, bevor du selbst weitersuchst. Die Zentrale vermittelt nur in Essen. Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse vermittelt sie nicht.

Weitere Suchwege

  • GKV-Hebammenliste: alle freiberuflichen Hebammen mit Kassenzulassung, filterbar nach Postleitzahl und Leistung. Freie Plätze zeigt sie nicht.
  • Ammely: die bundesweite Vermittlungsplattform von Keleya in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband.
  • Persönliche Wege: frauenärztliche Praxis, Geburtsvorbereitungskurse, Familienzentren und Empfehlungen aus dem Freundeskreis.

Wenn du selbst anfragst, nenne in jeder Nachricht deinen errechneten Termin, deinen Stadtteil und was du brauchst, etwa nur Wochenbett oder auch Vorsorge und Kurs. Wie du das erste Gespräch vorbereitest, steht im Leitfaden Hebamme finden.

Wann du anfangen solltest

Je früher, desto besser. Viele Hebammen planen ihre Wochenbettplätze Monate im Voraus. Melde dich am besten im ersten Trimester bei der Hebammenzentrale oder bei Hebammen. Warum das so wichtig ist, erklärt Ab wann eine Hebamme suchen?.

Geburtskliniken in Essen

Laut Bundes-Klinik-Atlas des Gemeinsamen Bundesausschusses (Datenexport vom 27.10.2026, Fallzahlen aus den zuletzt veröffentlichten Jahresdaten) betreuen in Essen zwei Häuser Geburten:

Klinik Adresse Entbindungen pro Jahr (gerundet)
Elisabeth-Krankenhaus Essen Klara-Kopp-Weg 1 rund 2.940
Universitätsklinikum Essen Hufelandstraße 55 rund 1.200

Beide Häuser haben laut Datensatz eine Kinderklinik und erfüllen die Mindestmenge für die Versorgung sehr kleiner Frühgeborener. Plane bei der Wahl ein, wie lange du mit Wehen zur Klinik brauchst, gerade im Berufsverkehr.

Hebammenkreißsaal im Elisabeth-Krankenhaus

Im Mai 2025 hat die Frauenklinik des Elisabeth-Krankenhauses einen Hebammenkreißsaal eröffnet. Er richtet sich an Schwangere ohne vorhersehbare Risiken, die von Hebammen in einer Eins-zu-eins-Betreuung begleitet werden möchten. Ob das Modell für dich passt, klärt die Klinik vorab in der Hebammensprechstunde. Ausschlussgründe sind laut Klinik zum Beispiel ein früherer Kaiserschnitt oder eine andere Operation an der Gebärmutter. Eine PDA gibt es im Hebammenkreißsaal nicht, bei Bedarf wechselst du in die ärztlich geleitete Betreuung.

Familienlotsen in beiden Kliniken

Die Stadt Essen nennt in ihrer Übersicht der Unterstützungsangebote Familienlotsen am Elisabeth-Krankenhaus und am Universitätsklinikum als Anlaufstelle für Familien rund um die Geburt. Frag bei der Geburtsanmeldung oder auf der Wochenstation danach, gerade wenn du noch keine Hebamme für das Wochenbett hast.

Angebote der Stadt Essen

Babybesuchsdienst

Die Stadt besucht Familien mit Neugeborenen zu Hause. Etwa 14 Tage nach der Anmeldung des Kindes beim Einwohnermeldeamt bekommen Eltern ein schriftliches Besuchsangebot mit Terminvorschlag. Der Besuch ist freiwillig. Die Babybesucherinnen und Babybesucher sind im Erstberuf zum Beispiel Krankenpflegekräfte, Erzieherinnen oder Hebammen, und sie kennen die Angebote in ihrem Stadtteil. Sie bringen ein kleines Geschenk mit Informationen mit und stellen auf Wunsch Kontakte her. Daneben gibt es offene Sprechstunden des Babybesuchsdiensts in mehreren Stadtbezirken.

Frühe Hilfen und Beratung

  • Sicherer Start, Chancen geben: praktische Hilfe nach der Geburt, koordiniert vom CJD. Hier kann eine speziell geschulte Hebamme oder Kinderkrankenschwester vermittelt werden, wenn du in den ersten Monaten mehr Unterstützung brauchst.
  • Familienhebammen begleiten Familien in belastenden Lagen zusätzlich zur Wochenbetthebamme. Was sie leisten, erklärt unser Artikel zur Familienhebamme.
  • ElsE, Fachstelle Elternschaft und seelische Erkrankung: für Eltern mit psychischer Erkrankung oder großer seelischer Belastung.
  • Schwangerschaftsberatung: Die Stadt listet mehrere Beratungsstellen freier Träger, unter anderem eine Zweigstelle direkt in der Uni-Frauenklinik.

Wenn du keine Hebamme findest

Gerade für das Wochenbett ist die Lage in Essen angespannt. Wenn deine Suche ins Leere läuft:

  • Frag bei der ASB-Hebammenzentrale nach dem Stand deiner Anfrage, wenn du lange nichts gehört hast.
  • Sprich das Thema bei der Geburtsanmeldung an und frag nach den Familienlotsen der Klinik.
  • Erweitere den Umkreis in der GKV-Liste auf Mülheim, Gelsenkirchen, Bottrop oder Velbert.
  • Such schon in der Schwangerschaft eine Kinderarztpraxis.
  • Wende dich an „Sicherer Start“ oder die Frühen Hilfen, wenn deine Lage belastet ist.

Ausführlich: Keine Hebamme gefunden und unser Artikel zur Wochenbettambulanz.

Sofort Hilfe holen: Bei starken Blutungen, starken Schmerzen, Fieber, Atemnot oder wenn sich dein Baby deutlich weniger bewegt, ruf 112 oder fahr in den Kreißsaal deiner Klinik. Außerhalb der Praxiszeiten erreichst du den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Welche Zeichen ernst sind, steht in Warnzeichen in der Schwangerschaft.

Dein Zeitplan in Essen

  • Positiver Test bis 12. SSW: Anfrage an die ASB-Hebammenzentrale oder an mehrere Hebammen.
  • 12. bis 20. SSW: Zusage festmachen, Kennenlerngespräch, Geburtsvorbereitungskurs buchen.
  • 20. bis 32. SSW: Infoangebote der Kliniken nutzen, Geburtsklinik wählen, beim Wunsch nach dem Hebammenkreißsaal früh nach der Hebammensprechstunde fragen, Kinderarztpraxis suchen.
  • Nach der Geburt: Kind beim Standesamt anmelden, dann kommt das Besuchsangebot der Stadt.

Gut zu wissen

Wir haben alle Angaben für Stand November 2026 geprüft. Angebote von Kliniken, Stadt und Trägern können sich ändern, frag vor einem Termin kurz nach. Dieser Artikel ersetzt keine persönliche Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin.

Auf hebi siehst du, welche Hebammen in Essen und Umgebung im Monat deines Termins noch Zeit haben, und kannst mehrere mit einer Anfrage erreichen: Hebamme in deiner Nähe finden.

Häufige Fragen

Gibt es in Essen eine Hebammenzentrale?

Ja. Seit 2021 vermittelt die Hebammenzentrale des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Regionalverband Ruhr kostenfrei Hebammen an Schwangere und Wöchnerinnen in Essen. Die Stadt verweist auf ihrer Gesundheitsseite ausdrücklich auf dieses Angebot. Du stellst die Anfrage über ein Kontaktformular, die Zentrale sucht dann eine passende Hebamme für dich.

Welche Kliniken in Essen haben eine Geburtshilfe?

Laut Bundes-Klinik-Atlas (Datenexport Oktober 2026) betreuen in Essen zwei Häuser Geburten: das Elisabeth-Krankenhaus mit rund 2.940 und das Universitätsklinikum Essen mit rund 1.200 Entbindungen im Jahr. Beide haben eine Kinderklinik und erfüllen laut Datensatz die Mindestmenge zur Versorgung sehr kleiner Frühgeborener.

Gibt es in Essen einen Hebammenkreißsaal?

Das Elisabeth-Krankenhaus hat im Mai 2025 einen Hebammenkreißsaal eröffnet. Er ist für Schwangere ohne vorhersehbare Risiken gedacht, ob er für dich passt, wird vorab in der Hebammensprechstunde der Klinik geklärt.

Was ist der Babybesuchsdienst der Stadt Essen?

Etwa 14 Tage nach der Anmeldung deines Kindes beim Einwohnermeldeamt bekommst du von der Stadt ein schriftliches Besuchsangebot mit Terminvorschlag. Der Besuch ist freiwillig, die Besucherinnen und Besucher bringen ein kleines Geschenk und Informationen zu Angeboten in deinem Stadtteil mit.

Quellen

  1. Stadt Essen: Hebammen-Zentrale Essen (ASB)
  2. ASB Regionalverband Ruhr: ASB-Hebammenzentrale Essen
  3. Bundes-Klinik-Atlas (G-BA): Open-Data-Export vom 27.10.2026, Entbindungen je Standort
  4. Elisabeth-Krankenhaus Essen (Contilia): Hebammenkreißsaal
  5. Stadt Essen: Babybesuchsdienst
  6. Stadt Essen: Unterstützungsangebote für (werdende) Eltern in Essen
  7. GKV-Spitzenverband: Hebammenliste
  8. Ammely: Hebammenvermittlung von Keleya in Kooperation mit dem Deutschen Hebammenverband