Kliniktasche packen: Checkliste für Geburt und Wochenbett
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von unserer Redaktion anhand der unten genannten Quellen geprüft. Die fachliche Prüfung durch eine Hebamme folgt. Er ersetzt keine Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin. Im Notfall: 112.
Kurz gesagt: Pack die Kliniktasche einige Wochen vor dem Termin. Das Wichtigste sind die Dokumente: Mutterpass, Versichertenkarte, Personalausweis und die Urkunden fürs Standesamt. Dazu bequeme Kleidung für Geburt und Wochenbett, Snacks und Getränke, Ladekabel, ein Outfit fürs Baby für den Heimweg und eine Babyschale fürs Auto. Auch deine Begleitperson braucht eine eigene kleine Tasche.
Wenn die Wehen beginnen, soll niemand mehr nach dem Ladekabel suchen. Mit dieser Checkliste packst du in Ruhe, was du wirklich brauchst, und lässt weg, was die Klinik ohnehin stellt.
Wann packen?
Am besten einige Wochen vor dem errechneten Termin. Eine Geburt am Termin beginnt ab 37+0 Schwangerschaftswochen, und manche Kinder kommen früher. Stell die Tasche an einen festen Platz, den auch deine Begleitperson kennt. Mutterpass und Versichertenkarte gehören schon vorher in deine Handtasche.
Auch bei einer geplanten Hausgeburt oder Geburtshausgeburt lohnt sich eine kleine Tasche. Eine Verlegung in die Klinik ist immer möglich, mehr dazu im Überblick Geburtsort wählen.
Dokumente: Das darf nicht fehlen
Für die Aufnahme
- Mutterpass
- Versichertenkarte
- Personalausweis oder Reisepass
- Allergiepass, falls vorhanden
- Einweisungsschein, falls deine Ärztin dir einen gegeben hat
- Liste deiner Medikamente
- Dein Geburtsplan, falls du einen geschrieben hast
Das Klinikum Hanau nennt für die Aufnahme Mutterpass und Versicherungskarte, die Klinik Josefinum listet zusätzlich Ausweis, Allergiepass und Einweisungsschein.
Für das Standesamt
Nach einer Klinikgeburt meldet die Klinik die Geburt beim Standesamt. Damit die Geburtsurkunde ausgestellt werden kann, brauchen die Standesämter aber die Urkunden der Eltern. Das Standesamt Dresden nennt zum Beispiel:
- Eheurkunde (bei verheirateten Eltern)
- Geburtsurkunden der Eltern
- Vaterschaftsanerkennung (bei nicht verheirateten Eltern, falls schon vor der Geburt erfolgt)
- gemeinsame Sorgeerklärung, falls vorhanden
- Geburtsurkunden älterer Geschwister
- bei früheren Ehen: Eheurkunde und rechtskräftiges Scheidungsurteil oder Eheurkunde mit Scheidungsvermerk
Entscheidend sind die Urkunden selbst. Ein Familienstammbuch braucht das Standesamt Dresden ausdrücklich nicht, manche Kliniken nennen es trotzdem auf ihrer Liste. Die Anforderungen unterscheiden sich je Standesamt, besonders wenn Dokumente aus dem Ausland stammen. Frag am besten vor der Geburt bei deinem Standesamt nach. Wenn ihr nicht verheiratet seid, kann die Vaterschaft schon vor der Geburt beim Jugendamt, einer Notarin oder dem Standesamt anerkannt werden. Was nach der Geburt sonst noch zu erledigen ist, steht in der Checkliste Behördengänge nach der Geburt.
Tipp: Steck die Urkunden in eine Klarsichthülle und lass Kopien zu Hause. Originale brauchst du meist nur zur Vorlage.
Für dich: während der Geburt
- ein bis zwei lange, bequeme Shirts oder Nachthemden, die nass oder schmutzig werden dürfen
- warme Socken, eine Strickjacke
- Hausschuhe zum Reinschlüpfen
- Haargummi, Lippenpflege
- Brille statt Kontaktlinsen, falls nötig
- Snacks und Getränke (Traubenzucker, Riegel, Kekse, Saftschorle)
- Handy und langes Ladekabel
- Musik, Kopfhörer, eventuell ein Duft oder Massageöl, wenn dir das guttut
Für dich: nach der Geburt und im Wochenbett
- zwei Nachthemden oder Schlafanzüge, vorne zu öffnen zum Stillen
- zwei Still-BHs oder bequeme Bustiers, Stilleinlagen
- mehrere dehnbare Slips, die ruhig hoch sitzen dürfen (nach Kaiserschnitt angenehmer über der Narbe)
- große Binden oder Wochenbetteinlagen (viele Kliniken stellen sie, Nachschub für zu Hause schadet nicht)
- Kulturbeutel mit Zahnbürste, Duschgel, Deo, Handtuch
- eigenes Kissen oder Stillkissen, wenn du magst
- bequeme Kleidung für den Heimweg (Bauch ist noch rund, Umstandskleidung passt meist besser)
- Beutel für Schmutzwäsche
Tampons gehören nicht in die Tasche. Solange der Wochenfluss läuft, raten Kliniken zu Binden statt Tampons. Mehr dazu im Artikel Wochenfluss.
Für das Baby
- Body, Strampler oder Hose, Jäckchen in Größe 50 bis 56
- Mütze und Socken
- dünne Decke oder Strampelsack für den Heimweg, je nach Jahreszeit ein Overall
- Babyschale fürs Auto, vorher einmal ins Auto eingebaut
Viele Kliniken stellen während des Aufenthalts Kleidung und Windeln. Das Klinikum Hanau schreibt zum Beispiel, dass du nur Kleidung für den Nachhauseweg brauchst. Frag im Anmeldegespräch, wie es bei dir ist.
Für die Begleitperson
- bequeme Kleidung in Schichten, ein frisches Shirt
- eigene Snacks und Getränke für viele Stunden
- Ladekabel oder Powerbank
- Karte oder Kleingeld für Parkhaus, Automaten, Cafeteria
- Liste mit Telefonnummern (Hebamme, Kreißsaal, Familie, Betreuung für Geschwister)
- bei Familienzimmer: Schlafsachen, Waschzeug, Medikamente
- eine Kopie des Geburtsplans
Die Klinik Josefinum erinnert ausdrücklich an Essen und Trinken für den Partner. Eine Geburt kann viele Stunden dauern, beim ersten Kind oft länger als gedacht.
Sonderfälle
Ambulante Geburt
Wenn du nach wenigen Stunden nach Hause gehen möchtest, reicht eine kleinere Tasche: Dokumente, Kleidung für die Geburt, ein Outfit für dich und das Baby für den Heimweg, Babyschale, Snacks. Wichtiger ist, dass zu Hause alles bereitsteht und eine Hebamme schon am ersten Tag kommen kann. Außerdem brauchst du eine Kinderarztpraxis für die U2 (familienplanung.de).
Geplanter Kaiserschnitt
Du weißt den Termin und kannst in Ruhe packen. Rechne mit einigen Tagen Aufenthalt. Sinnvoll sind zusätzlich weite Hosen oder Kleider, die nicht auf die Narbe drücken, hoch sitzende Slips und ein Kissen für den Heimweg im Auto. Frag in der Klinik, ab wann du vor der Operation nüchtern sein musst.
Hausgeburt oder Geburtshaus
Pack eine kleine Tasche für den Fall einer Verlegung: Dokumente, Mutterpass, Wechselkleidung, Ladekabel, etwas für das Baby. Sie sollte so bereitstehen, dass deine Begleitperson sie ohne Suchen greifen kann. Was zu Hause vorzubereiten ist, besprichst du mit deiner Hebamme, mehr dazu im Artikel Hausgeburt.
Was du weglassen kannst
- Schmuck und größere Mengen Bargeld
- viel Kleidung zum Wechseln für das Baby (die Klinik hat oft Vorrat)
- mehrere Bücher oder Arbeitsgeräte: Du wirst kaum Zeit dafür haben
- Produkte, die du noch nie ausprobiert hast
Kurz vor dem Losfahren
- Mutterpass eingesteckt
- Handy geladen
- Kreißsaal oder Hebamme informiert, falls so vereinbart
- Parkmöglichkeit am Eingang bekannt (viele Kliniken haben Kurzzeitplätze für Gebärende)
Woran du erkennst, dass es Zeit ist, und wann du lieber liegend transportiert wirst, steht im Artikel Anzeichen der Geburt.
Sofort Hilfe holen: Bei starker Blutung oder wenn plötzlich sehr viel Fruchtwasser abgeht und das Kind noch nicht fest im Becken liegt, lass die Tasche stehen und ruf 112. Die Begleitperson bringt sie später nach.
Gut zu wissen
Dieser Artikel ersetzt keine persönliche Beratung durch deine Hebamme oder Ärztin. Kliniken handhaben vieles unterschiedlich. Die verlässlichste Liste bekommst du im Anmeldegespräch.
Denk beim Packen auch an die Zeit danach: Zu Hause begleitet dich im Wochenbett eine Hebamme, wenn du rechtzeitig eine findest. Auf hebi siehst du, welche Hebammen in deiner Nähe im Monat deines Termins noch Zeit haben, und erreichst mehrere mit einer Anfrage: Hebamme in deiner Nähe finden. Mehr dazu im Ratgeber Hebamme finden.
Häufige Fragen
Wann sollte ich die Kliniktasche packen?
Am besten einige Wochen vor dem Termin, spätestens um die 36. Woche, damit sie bei einem frühen Geburtsbeginn bereitsteht. Mutterpass und Versichertenkarte trägst du schon vorher immer bei dir.
Welche Dokumente brauche ich für die Geburt?
Für die Aufnahme vor allem Mutterpass, Versichertenkarte und Personalausweis. Für die Anmeldung beim Standesamt bei Verheirateten meist Eheurkunde und Geburtsurkunden, bei nicht verheirateten Eltern die Geburtsurkunden und, falls vorhanden, Vaterschaftsanerkennung und Sorgeerklärung. Frag dein Standesamt, was es genau braucht.
Muss ich Kleidung und Windeln fürs Baby mitbringen?
Viele Kliniken stellen während des Aufenthalts Kleidung und Windeln für das Neugeborene. Du brauchst dann nur ein Outfit für den Heimweg und eine Babyschale fürs Auto. Frag im Anmeldegespräch nach, was deine Klinik bereitstellt.
Was sollte die Begleitperson einpacken?
Bequeme Kleidung, Snacks und Getränke für viele Stunden, Ladekabel, etwas Kleingeld oder Karte für Parkhaus und Automaten und, falls ein Familienzimmer gebucht ist, Wechselkleidung und Waschzeug. Eine Liste der wichtigsten Telefonnummern hilft ebenfalls.
Quellen
- KJF Klinik Josefinum Augsburg: Checklisten „Es geht los“ und „Die Kliniktasche“ (Stand 08/2025)
- Klinikum Hanau: FAQ Kreißsaal und Geburt
- Landeshauptstadt Dresden, Standesamt: Merkblatt Beurkundung von Neugeborenen (Oktober 2025)
- familienplanung.de (BIÖG): Klinik, Geburtshaus oder Hausgeburt?
- Oberhavel Kliniken: Informationen zum Wochenbett (2025)